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INFLUENCE
3. Juni 2026
Kunst als Resonanzraum für Wahrnehmung und Verantwortung
Geschäftsführer Peter M. Urselmann begrüßte die Gäste und dankte der Künstlerin für ihr Vertrauen. Manuela Osthoffs farbintensive, abstrakte Malerei eröffne „Räume für Reflexion, Resonanz und Einfluss – Themen, die hervorragend zum Selbstverständnis des WbI passen“.
Das Grußwort hielt Pater Tobias Breer, bekannt als „Marathon-Pater“. Unter dem Titel „Influence – Wie Wahrnehmen ins Handeln führt“ spannte er einen Bogen zwischen Kunst, Aufmerksamkeit und sozialer Verantwortung. Mit einem humorvollen Seitenblick auf die „Welt der Influenza“ stellte er die Frage, wer Menschen heute tatsächlich beeinflusst: soziale Medien und Trends oder vielmehr persönliche Begegnungen, Erfahrungen und Eindrücke. Kunst, so Breer, verfüge über die besondere Fähigkeit, Menschen zum Innehalten zu bewegen. Aufmerksamkeit sei der erste Schritt zu Mitmenschlichkeit und Veränderung. Aus seiner Arbeit für benachteiligte Kinder berichtete er, wie wichtig es sei, diejenigen wahrzunehmen, die oft übersehen werden. Entscheidend sei nicht, ob wir Einfluss haben, sondern wofür wir ihn einsetzen.
Eine Spendenbox zugunsten seiner Projekte für benachteiligte Kinder in Duisburg wurde im Laufe des Abends gut gefüllt.
„Farbe als Erfahrung“ – Einführung in die Werke
Der Mülheimer Künstler und Ausstellungsmacher Wolfgang Kleinöder führte in die Ausstellung ein. Er beschrieb Osthoffs Arbeiten als „Farbe als Erfahrung“ – abstrakt, intuitiv, körperlich erfahrbar und geprägt von einer eigenen haptischen Bildsprache, insbesondere ihrer charakteristischen CUBES‑Technik. Die Werke bewegten sich im Spannungsfeld von abstraktem Expressionismus, informeller Malerei und zeitgenössischer Oberflächenabstraktion. Osthoff greife mit expressiven Farbwelten und klaren Strukturen Fragen nach Einfluss, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Entwicklungen auf. Zum Abschluss zitierte Kleinöder den Maler und Architekten Rupprecht Geiger (1908–2009): „Um Farbe wirklich zu sehen, muss man die Augen schließen und an sie denken.“
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Matthias Dymke am E-Piano.
Kulturelles Engagement des WbI
Das WbI versteht die Verbindung von Kunst, Kultur und Weiterbildung als Beitrag zur Stadtgesellschaft. Neben Coaching, beruflicher Neuorientierung, Existenzgründungsberatung und passgenauen Weiterbildungsangeboten sollen künftig auch in Duisburg regelmäßig kulturelle Impulse gesetzt werden.
Künstlerin Manuela Osthoff zeigte sich begeistert von der Resonanz des Abends und dankte dem WbI für die Möglichkeit, die neuen Räume mit ihrer Ausstellung einzuweihen. Eine Fortsetzung der Ausstellungsreihe ist geplant.
Ausstellungsdauer - Besuchsregelung
Die Ausstellung „INFLUENCE“ ist werktags zu den üblichen Bürozeiten kostenfrei zu sehen. Um Anmeldung unter Tel. 0203 39209794 wird gebeten, damit die Coachings nicht gestört werden.